Kurz gesagt

  • Die 34a Schein Kosten stehen und fallen mit deiner IHK: Jede Kammer setzt ihre Prüfungsgebühr selbst fest.
  • In dieser Auswahl von 14 IHKs liegt die Gesamtprüfung aus schriftlichem und mündlichem Teil zwischen 122 € und 305 €, gelesen am 6. November 2026.
  • Einen bundesweiten Preis gibt es nicht.
  • Durchfallen und Absagen kosten obendrauf: 69 € bis 289 € für eine mündliche Wiederholung in dieser Auswahl, beim Rücktritt eine Pauschale oder ein Teil der Gebühr.
  • Die Unterrichtung ist nicht der günstigere Weg. Bei den IHKs, von denen hier beide Preise stehen, kostet sie mehr als die Prüfung.

Was kostet der 34a Schein?

Die Prüfungsgebühr steht in der Gebührenordnung der Kammer, bei der du antrittst. In dieser Auswahl von 14 Kammern reicht das von 122 € bei der IHK Aachen bis 305 € bei der IHK Erfurt, jeweils für die Gesamtprüfung, also für den schriftlichen und den mündlichen Teil zusammen. Eine bundesweite Zahl gibt es nicht.

Einen „34a Schein“ kennt das Gesetz übrigens nicht, auch wenn viele so suchen. Zwei Nachweise gibt es, die Unterrichtung und die Sachkundeprüfung, jeden mit eigener Bescheinigung. Für die anderen Bewachungstätigkeiten genügt die Unterrichtung. Für fünf Tätigkeiten verlangt § 34a Abs. 1a Satz 2 GewO die Prüfung, nach Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 auch vom Gewerbetreibenden selbst.

Der schriftliche Teil läuft 120 Minuten, der mündliche etwa 15 Minuten pro Person. Diese Zeiten nennt die Handelskammer Bremen; die 15 Minuten stehen auch in § 11 Abs. 2 BewachV.

Welche IHK verlangt wie viel?

Jede Zahl unten stammt von der Seite der Kammer selbst. Stand: 6. November 2026. Es ist eine Auswahl von 14 Kammern, nicht die vollständige Übersicht. Dazu kommt, dass Kammern ihre Gebühren ändern, manche mitten im Jahr. Schau vor der Anmeldung auf die Seite deiner IHK. Die erste Spalte nennen die Kammern Gesamtprüfung; sie umfasst den schriftlichen und den mündlichen Teil.

IHKGesamtprüfungMündliche Wiederholung
IHK Aachen122 €96 €
Handelskammer Bremen150 €80 €
Oldenburgische IHK170 €85 €
SIHK zu Hagen175 € (seit 1. August 2026)120 €
IHK Lahn-Dill185 €75 €
IHK München190 €100 €
IHK Berlin200 €100 €
IHK Köln206 €103 €
IHK Koblenz224 €69 €
IHK Rhein-Neckar230 €100 €
IHK Dresden230 €170 €
IHK Heilbronn-Franken250 € (seit 1. Oktober 2026)150 €
IHK Ostbrandenburg260 €150 €
IHK Erfurt305 €289 €

Vom billigsten bis zum teuersten Eintrag dieser Tabelle sind es 183 €. Teuer im ersten Versuch heißt nicht teuer in der Wiederholung: Die IHK Koblenz nimmt für die mündliche Wiederholung 69 €, die IHK Erfurt 289 €.

Darf ich mir die günstigste IHK aussuchen?

Ja, das darfst du. § 10 Abs. 1 BewachV sagt es in einem Satz: „Die Sachkundeprüfung kann bei jeder Industrie- und Handelskammer abgelegt werden, die diese anbietet.“ An die Kammer deines Wohnorts bist du also nicht gebunden.

Drei Dinge begrenzen den Spareffekt. Erstens die Wiederholung. Die IHK Elbe-Weser schreibt dazu: „Im Fall einer mündlichen Wiederholungsprüfung muss diese vor der Industrie- und Handelskammer absolviert werden, bei der der schriftliche Teil der Prüfung bestanden worden ist“.

Zweitens zahlen Wiederholer von auswärts nicht überall denselben Preis. Die IHK Rhein-Neckar schreibt: „Haben Sie den schriftlichen Teil bei einer anderen IHK bestanden, so können Sie gerne die praktische Prüfung bei der IHK Rhein-Neckar ablegen, die Gebühr beträgt dann 130,00 Euro.“ Wiederholer ist bei der IHK Aachen nur, wer zuerst dort geschrieben hat: „Teilnehmer anderer IHKs werden bei uns als Neukunde geführt und zahlen die volle Prüfungsgebühr.“ Die mündliche Wiederholung ist dort ganz zu: „Mündliche Wiederholer von anderen IHKs werden von der IHK Aachen nicht geprüft!“

Drittens der Weg. Der mündliche Teil liegt bei der IHK Elbe-Weser „ca. eine Woche nach dem schriftlichen Termin“, dort fährst du also zweimal hin. Schneller dran bist du bei einer anderen Kammer auch nicht: „Für die Sachkundeprüfung sind bundeseinheitliche Prüfungstermine vorgegeben“, schreibt die Oldenburgische IHK. Ob an einem Termin noch ein Platz frei ist, entscheidet die Kammer.

Was kostet es, wenn ich durchfalle?

Im schlechtesten Fall die ganze Gebühr ein zweites Mal. § 11 BewachV ist in Abs. 6 kurz: „Die Prüfung darf wiederholt werden.“ Bestanden hast du nach Abs. 4 erst, wenn beide Teile mindestens „ausreichend“ sind. Bei der SIHK zu Hagen stehen die Fristen im Klartext: „Die Prüfung kann beliebig oft wiederholt werden. Wenn die mündliche Prüfung nicht bestanden wird, kann diese innerhalb von 2 Jahren nach Bestehen des schriftlichen Teils wiederholt werden. Nach dieser Frist muss die komplette Prüfung wiederholt werden.“

Die Preise für die mündliche Wiederholung stehen in der Tabelle, von 69 € bei der IHK Koblenz bis 289 € bei der IHK Erfurt. Beim schriftlichen Teil wird es unangenehmer. Die IHK Berlin nimmt für die schriftliche Wiederholung 100 €, die IHK Köln für die Wiederholung der ganzen Sachkundeprüfung 206 €, den Preis des ersten Versuchs.

Die IHK Fulda rechnet den schriftlichen Teil seit dem 1. Juli 2025 so vor: „82 Prüfungsfragen ergeben maximal 120 Punkte“, bestanden ab 60 Punkten. Mit diesen Zahlen läuft auch die Probeprüfung hier: 82 Aufgaben aus allen sieben Sachgebieten, 120 Minuten, 60 von 120 Punkten, kostenlos im Browser und ohne Konto. Es sind Übungsfragen, nicht die Aufgaben der IHK. Ein bestandener Durchlauf ist keine bestandene Prüfung, und den mündlichen Teil deckt er nicht ab.

Was kostet ein Rücktritt von der Prüfung?

Absagen kostet auch, und zwar nach der Regel deiner IHK. Vier Beispiele, gelesen am 6. November 2026:

  • IHK Heilbronn-Franken: „Bei Rücktritt spätestens am fünften Kalendertag vor Beginn der Sachkundeprüfung wird eine Bearbeitungsgebühr von 69,00 € erhoben.“ Mit einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bleibt es ebenfalls bei 69 €. Wer später abspringt oder nicht erscheint, zahlt die ganze Gebühr.
  • IHK Koblenz: 112 € Verwaltungsgebühr bei Rücktritt von der Vollprüfung.
  • IHK Köln: 30 Prozent der Gebühr bis vier Wochen vor der Prüfung, danach 50 Prozent, bei Nichterscheinen die ganze Gebühr.
  • IHK Berlin: 65 € vor dem Anmeldeschluss, danach 50 Prozent. Diese Regeln gelten „unabhängig vom Grund des Rücktritts, also auch im Krankheitsfall“.

Die Rücktrittsregel deiner Kammer liest du vor dem Abschicken der Anmeldung, nicht danach.

Was kostet die 34a Unterrichtung?

Mehr als die Prüfung, jedenfalls bei den vier IHKs, von denen hier beide Preise stehen: Aachen, Köln, München und Heilbronn-Franken. Die IHK Aachen schreibt: „Die Teilnahmegebühr beträgt 229 Euro.“ Bei der IHK Köln sind es 394 €, bei der IHK Ostwestfalen 472 €, und die Gebührenübersicht der IHK München führt die Unterrichtung mit 490 €. Die IHK Heilbronn-Franken nennt eine Unterrichtungsgebühr von 520,00 €. Diese Gebühren gelten dort ab dem 1. Oktober 2026. Halte das neben die Prüfungsgebühr derselben Kammer: In Aachen stehen 229 € gegen 122 €.

Bezahlt wird hier Unterricht, keine Prüfung. § 6 BewachV beschreibt ihn: „Die Unterrichtung erfolgt mündlich.“ Deutsch muss die unterrichtete Person „mindestens auf dem Kompetenzniveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens“ können. Das steht so in Abs. 1, es ist also eine Bedingung der Verordnung selbst. Es sind mindestens 40 Unterrichtsstunden von je 45 Minuten, in der Regel mit höchstens 20 Teilnehmern, und am Ende steht keine Prüfung. Die Bescheinigung gibt die IHK aber nicht fürs Dabeisitzen. Nach Abs. 2 braucht es Teilnahme „ohne Fehlzeiten“ und mündliche und schriftliche Verständnisfragen nach jedem Sachgebiet.

Unterrichtung oder Sachkundeprüfung: was braucht dein Job?

Die Prüfung verlangt § 34a Abs. 1a Satz 2 GewO für fünf Tätigkeiten: Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr, Schutz vor Ladendieben, den Einlassbereich von gastgewerblichen Diskotheken, leitende Funktionen bei Flüchtlingsunterkünften und leitende Funktionen bei zugangsgeschützten Großveranstaltungen. Den Gewerbetreibenden selbst nimmt Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 dazu.

In der anderen Richtung geht es: Die Prüfung ersetzt die Unterrichtung. § 8 BewachV zählt die Nachweise auf, die anerkannt werden, darunter in Nr. 4 die „Bescheinigung über eine erfolgreich abgelegte Sachkundeprüfung nach § 11 Absatz 7“. Die IHK München schreibt es so: „Die bestandene Sachkundeprüfung ersetzt die Unterrichtung für Bewachungspersonal.“ Als Spartipp taugt das nicht. Auf derselben Seite steht der Satz dazu: „Die Anforderungen und der Aufwand zur Vorbereitung liegen deutlich höher.“ Wer die Prüfung nur wegen der kleineren Gebühr wählt, zahlt die Differenz in Lernzeit, womöglich auch in einer Wiederholung.

Brauche ich einen Kurs für die Sachkundeprüfung?

Pflicht ist keiner. Die IHK Aachen: „Es ist formal nicht erforderlich, vor der Prüfung einen Vorbereitungslehrgang zu besuchen.“ Die SIHK zu Hagen nennt beide Wege: „Man kann selbständig mit Fachbüchern lernen oder an einem Vorbereitungskurs bei einem Weiterbildungsträger teilnehmen.“ Gleich danach folgt die Warnung: „Da die Prüfung schwer ist, empfehlen wir insbesondere Personen ohne Vorkenntnisse sich intensiv auf die Prüfung vorzubereiten oder einen Vorbereitungskurs zu besuchen.“

Die Unterrichtung allein reicht als Vorbereitung nicht. Die IHK Hannover schreibt dazu: „Die Teilnahme an einer 40-stündigen Unterrichtung nach § 34a der Gewerbeordnung ist als Prüfungsvorbereitung nicht zu empfehlen, da sie keine qualifizierte Vorbereitung ersetzt.“

Kurspreise nennt dieser Text nicht, weil die Anbieter sie setzen. Die IHK Aachen schiebt die Frage weiter: „Wir bitten Sie, Anfragen über Lehrgangskosten, Dauer direkt an die Lehrgangsanbieter zu richten.“ Planbar ist nur das Lernmaterial. Die IHK Bodensee-Oberschwaben führt in ihrer Literaturliste die „Lernmaterialien“ des DIHK für 34,90 Euro, digital oder gedruckt.

Für den mündlichen Teil, den diese Website nicht nachbaut, hat die App Sachkundeprüfung 34a Karteikarten, dazu Übungsfragen nach Sachgebiet und einen Lernplan bis zum Termin. Diese Seite ist ein unabhängiges Angebot und hat keine Verbindung zur IHK oder zum DIHK. Die Links oben sind Quellen, nichts weiter.

Wer zahlt: Jobcenter, Arbeitgeber oder du selbst?

Das klärst du besser vor der Anmeldung. Die IHK Hannover schreibt: „Bitte wenden Sie sich vor der Anmeldung damit direkt an die für Sie zuständige Institution, z. B. Agentur für Arbeit (Arbeitsamt), JobCenter, Berufsförderungsdienst, Rentenversicherung, Arbeitgeber.“ Zahlt eine dieser Stellen, gehört eine Kostenübernahmeerklärung mit zur Anmeldung. So verlangen es die IHK Hannover und die SIHK zu Hagen.

Mit einem Bildungsgutschein kommst du bei der Prüfungsgebühr nicht überall weiter. Die SIHK zu Hagen „kann keine Bildungsgutscheine bzw. Prämiengutscheine der Arbeitsagenturen und Jobcenter annehmen“. Bei der IHK Koblenz und der IHK Lahn-Dill steht derselbe Satz: „Bildungsgutscheine, Erhebungsbögen für Bildungsmaßnahmen u. ä. können nicht berücksichtigt werden.“ Bei der Unterrichtung ist es ähnlich. „Bildungsgutscheine/-schecks können nicht angenommen werden!“, schreibt die IHK Aachen, und die IHK Ostwestfalen: „Bildungsgutscheine oder Prämiengutscheine können nicht angenommen werden.“

Ob und wie hoch ein Kurs gefördert wird, verrät keine der IHK-Seiten in diesem Text. Mit dieser Frage gehst du zur Agentur für Arbeit oder zum Jobcenter, bevor du dich anmeldest.